Ab Februar 2020 wird voraussichtlich unser neues Wohn- und Therapiehaus in der Hohenwarter Straße in Pfaffenhofen  bezugsfertig.*

Betreutes Einzelwohnen (BEW) in Pfaffenhofen für psychisch erkrankte Erwachsene

AUSSTATTUNG DER ZIMMER

Die Zimmer sind hell und freundlich.

  • Jeder Bewohner bewohnt ein Einzelzimmer. Dieses Zimmer kann auf Wunsch möbliert gemietet werden.
  • TV- und Telefonanschluss sind auf jedem Zimmer installiert. Die Zimmer sind hell und freundlich. Die persönliche Zimmergestaltung liegt in den Händen des Klienten.
  • Fahrradständer und Kellerräume sind ebenfalls vorhanden.*
  • Jedes Zimmer bzw. Wohnung verfügt über einen eigenen Sanitärbereiche (Bad mit Dusche, WC & Waschbecken)*
  • Jedes Zimmer bzw. Wohnung ist mit einem eigenen Strom-, Heizungs- und Wasserzähler ausgestattet. So dass eine genaue und auf den individuelle Nebenkostenabrechnung ganz genau erstellt werden kann.*

Die BEW-Plätze befinden sich in Zentrumsnähe und die Nutzung der Infrastruktur Pfaffenhofens ist zu Fuß problemlos zu bewerkstelligen. Zudem besteht derzeit die kostenlose Stadtbusnutzung. Dirket vor dem Wohn- und Therapiehaus in der Hohenwarter Straße befindet sich eine Stadtbushaltestelle.*

*Alle mit einem Sternchen gekennzeichneten Punkte können nur im Neubau garantiert werden. Der Bezug des Neubaus ist für Dezember 2019 bzw. Januar 2020 geplant. Hierfür gibt es keine Garantie. Wir informieren hierzu stets auf unserer News-Seite.

Sie möchten sich bewerben? Bitte beachten Sie hier die freien Platzangaben!

BETREUTES EINZELWOHNEN – ARBEITSANSATZ (PHILOSOPHIE)

Ausgangspunkt unserer Assistenz sind die Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse der Bewohner.

Im Rahmen des Gesamtplanverfahrens werden individuelle Absprachen getroffen. Ein Grundmaß an Interesse bzw. Motivation diese Absprachen umzusetzen erwarten wir. Dabei fließen das individuelle Leistungsvermögen und die biographischen Hintergründe maßgebend ein. Zielformulierungen und Absprachen werden als unterstützendes und stabilisierendes Instrument gesehen und unterliegen ihrer eigenen Entwicklung, angepasst an die individuelle Situation des Menschen. Unser Bestreben ist, dem Klienten vom ersten Moment an eine verbesserte Lebensqualität zu ermöglichen. Die schrittweise Steigerung soll das Leben mit der psychischen Behinderung auf Dauer erleichtern. Durch die Erarbeitung individueller Lösungsstrategien soll der Klient nicht mehr Opfer seiner Erkrankung sein, sondern sein persönlicher Experte werden. Unser Arbeit mit unseren Klienten orientieren sich so weit wie möglich an normalen Lebensverhältnissen. Letztlich soll als Ziel stehen, dass Menschen so selbständig wie möglich leben. Wir sehen unsere Form von Unterstützung als Hilfe zur Selbsthilfe und dem prozesshaftem Abwägen zwischen Fürsorge und Empowerment.

Vorrangig werden Leistungen anboten, die sich auf die Bewältigung des Alltagslebens und den Umgang mit den Auswirkungen der psychischen Erkrankung beziehen. Die soziale Integration sehen wir als wichtigen Aspekt zur Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen. Leistungsbereiche wie Tagesgestaltung, Kontaktfindung, Arbeit und Ausbildung und medizinische Grundversorgung finden dabei ebenfalls Berücksichtigung.

Durch ein Bezugsbetreuersystem soll eine vertrauensvolle und stabile Arbeitsatmosphäre zwischen Klient und Mitarbeiter erreicht werden. Um unsere Arbeitsqualität weiter zu optimieren, wird unser Handeln durch ein Qualitätsmanagement begleitet.

Unser Einzugsgebiet erstreckt sich auf die soziographische Region des GPV. Nur in begründeten Ausnahmefällen bieten wir unsere Leistungen auch für Klienten außerhalb dieser Region an.

Wir befürworten ein Probewohnen von in der Regel 2 – 3 Tagen, um zu entscheiden, ob für den Klienten als auch für die Einrichtung eine Zusammenarbeit erfolgreich vorstellbar ist.

FAMILIA BEW – ZIELGRUPPE

In unseren Wohnungen im Rahmen des betreuten Einzelwohnens können Menschen aufgenommen werden, die seelisch behindert oder von Behinderung bedroht sind.

Unser Angebot richtet sich an erwachsene Männer und Frauen, bei denen die Suchtproblematik nicht im Vordergrund steht. Akut suizidgefährdete Menschen können nicht aufgenommen werden.

Durch die Betreuung im BEW sollen Menschen einen Platz finden, die in einem Heim nicht adäquat untergebracht sind, aber (noch) nicht so weit selbständig sind, um mit geringerer Unterstützungsintensität zu Recht kommen. Insbesondere für Menschen, die den nächsten Schritt nach dem Therapeutischen Wohnen in Richtung Eigenständigkeit und Eigenverantwortung mit Unterstützung gehen wollen, stellt diese Wohnform eine ideale Alternative dar, da in einem geschützten Rahmen die notwendigen Hilfen bei Problemen und der Ausbau oder Erhalt der eigenen Selbstständigkeit  gemeinsam mit dem Betreuer bearbeitet  werden können.

Zur Zielgruppe gehören Menschen, die begrenzt unterstützende Maßnahmen in den Bereichen:

  • Umgang mit den Auswirkungen der Krankheit (z.B. Krankheitseinsicht, Compliance, Krisen, Arztbesuche, Medikamenteneinahme, … )
  • Aufnahme und Gestaltung persönlicher Beziehungen / Soziale Kontakte
  • Selbstversorgung und Wohnen
  • evtl. Motivation und Hinführung zur Arbeit, bzw. arbeitsähnliche Tätigkeiten, Ausbildungen
  • Tagesgestaltung, Freizeit, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben benötigen.

Das Angebot wendet sich an Personen:

  • die vorübergehend, für längere Zeit oder auch auf Dauer nicht zu einer selbstständigen Lebensführung in einer eigenen Wohnung oder in der Familie in der Lage sind,
  • die allein durch ambulante ärztliche Behandlung oder/und andere nicht ärztliche Leistungen (z.B.: SPDi, Tagesstätten, Beschäftigung in Zuverdienstprojekten, teilstationären Rehabilitationsmaßnahmen) nicht ausreichend versorgt sind,
  • die und/oder diese betreute Wohnform, als für sich geeignete wünschen und aufgrund ihrer individuellen Ressourcen und Beeinträchtigungen dies auch das geeignete Angebot darstellt.
  • insbesondere werden psychisch kranke Menschen versorgt, die einen erhöhten Hilfebedarf im Bereich der persönlichen Begleitung und Förderung haben, auch an  Personen mit Schwierigkeiten bei der Haushaltsführung bis hin zu Vermüllungs-/Verwahrlosungstendenzen.

Diagnosen können sein:

  • Affektive Störungen
  • Schizophrenien, schizotype- und wahnhafte Störungen
  • Neurotische-, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen (z.B.: Boderlinstörung, Zwangserkrankungen, …)
  • Mehrfachdiagnosen (z. B. psychische Erkrankung und Sucht, wobei die Suchtproblematik nicht vordergründig vorhanden sein darf!)

Diese Diagnosen und Krankheitsbilder haben Einfluss auf folgende Persönlichkeitsebenen:

  • emotionale Ebene (Verflachung der Gefühle, Gesteigerte Stimmung, Gedrückte Stimmung, Ängste, …)
  • kognitive Ebene (Gedankenabreißen, Gedankensturm, Wahnvorstellungen, eingeschränkte Planungsfähigkeit, …)
  • Antrieb (Gesteigerter Antrieb, Schlaflosigkeit, Antriebsarmut, …)
  • Ich-Grenze (Paronoide Ideen, Distanzlosigkeit, massiver Rückzug, …)
  • Willensbildung (Entscheidungsschwäche, Ambivalenz, …)
  • Körperempfinden (Hypochondrie, Somatisierung, …)
FAMILIA BEW – AUFNAHMEVERFAHREN

Vor Aufnahme in das Setting des betreuten Einzelwohnens ist die Übernahme der Kosten zu klären. Dazu müssen die Vorgaben des Bezirks Oberbayern zum Gesamtplanverfahren eingehalten werden. Demnach muss vor Beginn der Betreuung der Arztbericht beim Kostenträger (hier: delegiert an den örtlichen Sozialhilfeträger) vorgelegt werden, in dem u.a. die psychische Erkrankung bzw. Behinderung mittels Diagnose bestätigt und das betreute Einzelwohnen als geeignete Maßnahme befürwortet wird. Zudem muss für der Klient von der Einrichtung, in der die Klientin vormals betreut wurde (z.B. Wohnheim, Sozialpsychiatrischer Dienst, Intensiv Betreutes Einzelwohnen, etc.) ein Sozialbericht erstellt werden, welcher ebenfalls dem Kostenträger zugehen muss.

Zum Betreuungsbeginn wird ein Betreuungs- und Untermietvertrag abgeschlossen. Des weiteren wird auf Grundlage des Hilfebedarfs sowie der Erwartungen und Wünsche der Klienten gemeinsam eine Zielsetzung für die Teilnahme am Angebot erarbeitet und schriftlich fixiert, wobei ggf. mit Einverständnis der Klienten eine Abstimmung mit der gesetzlichen Betreuer, der behandelnden Ärzten, Kliniken, Angehörigen, etc. erfolgt.

An den örtlichen Sozialhilfeträger muss bei Bedürftigkeit ein Antrag auf Kostenübernahme der Maßnahme gestellt werden. Bei Bedarf wird der Klient hierbei unterstützt. Auf Anforderung wird neben dem Arzt- und Sozialbericht eine aktuelle Entgeltvereinbarung zwischen der Familia gGmbH – Bereich Betreutes Einzelwohnen – und der Entgeltkommission des Bezirks Oberbayern eingereicht.

Der Klient verpflichtet sich im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv an seiner Gesunderhaltung bzw. –werdung zu beteiligen.

FAMILIA BEW – AUSSCHLUSSKRITERIEN

Vorrangig pflegebedürftige Menschen können in die Betreuungsform des betreuten Einzelwohnens nicht aufgenommen werden. Eine körperliche Behinderung ist jedoch kein grundsätzliches Ausschlusskriterium, die Zimmer barrierefrei. Ein Aufzug im Haus ermöglicht es auch Menschen mit leichter Behinderung die anderen Stockwerke zu erreichen. Unser Angebot richtet sich an erwachsene Klienten. Jugendliche Betroffene können in der Regel nicht aufgenommen werden.

Für Menschen, die bei Aufnahme akut suizidgefährdet sind, stellen das betreute Einzelwohnen keine günstige Wohnform dar, da die dazu notwendige intensive Begleitung und Beobachtung in diesem Rahmen nicht sichergestellt werden kann.

Die Zielformulierungen und auch die Zusammenarbeit mit dem Klienten ist auf die psychische Gesundheit ausgerichtet, d. h. Menschen, bei welchen die geistige Behinderung im Vordergrund steht können durch unser Angebot nicht erreicht werden.

Zentrale/Verwaltung/Büro

Tel.: 08441 40 50 60

Fax.: 08441 40 50 6 29

Email: info@familia-sozialeinrichtungen.de

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